Mittwoch, 21. Februar 2018

Anspruchsvoll (Texte im Museum 659)

Naturhistorisches Museum. Foto: GF, 2018

Alles, was man über Pinguine wissen muß (Texte im Museum 658)

Naturhistorisches Museum Wien. Foto GF 2018

Prachtschloß (Entree 140)


Abschied (Texte im Museum 657)

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstand Foto GF, 2018

Ja. Oder doch nicht (Texte im Museum 656)

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands. Foto GF, 2018

Wozu ein neues Republikmuseum - Österreich hat doch schon eines




Das Museum, das ich meine, hat nur drei Räume, stützt sich vor allem auf Texte, Fotografien und Faksimile von Dokumenten oder Plakaten. In einer Vitrine werden etwa drei Dutzend Objekte zu sehen gegeben. Mehr nicht.
Ich spreche von der Dauerausstellung des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands. Das 1963 gegründete Dokumentationsarchiv beschäftigt sich vor allem mit  Widerstand, Verfolgung und Exil während der Zeit des Nationalsozialismus, NS-Verbrechen, NS- und Nachkriegsjustiz, Rechtsextremismus in Österreich und Deutschland nach 1945, Restitution und Wiedergutmachung von NS-Unrecht. Dementsprechend sind auch die Schwerpunkte der Ausstellung gewählt, Verfolgung, Deportation, Widerstand, Zwangsarbeit, Konzentrationslager, Rechtsradikalismus.
Die Ausstellung umfasst nur sieben Jahre, vom Anschluß bis zum Ende des Krieges, wobei kurz auch der "Weg zum Anschluß" und mit den Themen "Entnazifizierung" und "Erinnerungskultur" auch knapp die Zeit unmittelbar nach 1945 behandelt wird.
Die Gestaltung der Räume ist schlicht, es gibt keinerlei inszenatorischen Großaufwand. Träger der Information sind hauptsächlich Texte und meist kleinformatige, der Zeit, Herkunft und Überlieferung entsprechend, auch qualitativ bescheidene Fotografien.
Die Texte sind knapp, sachlich, informativ, den einzigen Einwand, den ich habe, ist eine sehr kleine Schrift, die bei Texten, die gelegentlich nur knapp über Kniehöhe angebracht sind, nur noch mühsam lesbar sind. Nirgends erhebt der Text pädagogisch-moralisch den Zeigefinger - was ihn in meinen Augen umso stärker macht.
So ist etwa der Text zu Rechtsradikalismus eine exzellente Zusammenfassung, eine brauchbare Definition, die man ohne Vorbehalt auch auf heutige Vorkommnisse und Verhältnisse anwenden kann.
Die dreidimsionalen Objekte sind klugerweise nicht in die von Text und Bildern getragenen Erzählung integriert und laufen daher nicht Gefahr, zur bloßen Illustration zu werden. Es sind gerade die kleinen, unscheinbaren Objekte, die einen treffen. Ein Zettel mit einer Nummer, ein überstempelter Ausweis.

Warum soll das ein Republikmuseum sein? Wo es doch von der Zerstörung der Republik und der Demokratie berichtet? Eben deswegen. In dieser Zerstörung und ihrer Dokumentation wird dramatisch - ohne daß die Ausstellung Dramatik forcieren würde -, deutlich, was es bedeutet, wenn eine gesellschaftliche Ordnung gewaltsam zerstört wird, wenn demokratische Verhältnisse zerbrochen werden, wenn Menschenrechte missachtet werden.

Der ältere Herr, der die Gäste begrüßt und hinter dem Büchertisch sitzt meinte, als wir ins Gespräch kamen, "Die Demokratie ist nicht erst 1938 zerstört worden. Das ist schon vorher passiert. Und jetzt haben wir etwas, was wieder so eine Zeit ist, in der es zu spät sein könnte." Ich hoffe, er hat nicht recht. Aber das ist eine der Fragen, für die man solche Orte benötigt, Orte die ein unbedingt wichtiges Wissen bewahren und einem helfen, was aktuell geschieht, zu verstehen und zu bewerten.

Über die Wirkung eines Museums entscheidet, leider, nicht seine Qualität. Sondern auch der "Ort", an dem es sich befindet. Das ist topografisch gemeint, aber auch was den institutionellen Rahmen betrifft. So wichtig das Dokumentationsarchiv des Widerstandes ist, das ja Anfang der 60er-Jahre gegründet wurde, um einem reaktionären politischen Diskurs, der massiv von Tätern bestimmt wurde, etwas entgegenzusetzen, es wird immer wieder gezielt angegriffen. Seit der Gründung hat sich viel zum Positiven verändert, aber das Dokumentationsarchiv wird immer wieder und immer noch von rechter Seite attackiert und marginalisiert. Daß jüngst das DÖW eingeladen wurde, sich an der Aufarbeitung der Geschichte der FPÖ zu beteiligen - soll man das schon als Anzeichen einer Wende nehmen? Wie auch immer, die Ausstellung spielt in der öffentlichen Wahrnehmung nicht die Rolle, die sie haben könnte und sollte. Hier drängen sich keine Besuchermassen, hier staut sich auch keine Berichterstattung der Medien. Doch den Vergleich mit den diversen (zeit)geschichtlichen Museen und Ausstellungen, muß es nicht scheuen. Im Gegenteil. Projekte, die im Aufbau sind, wie das Museum in der Hofburg, werden zeigen müssen, ob sie sich mit der nüchterne Genauigkeit und Unbestechlichkeit der Ausstellung des DÖW werden messen können. Ganz zu schweigen von den inferioren Museen in Innsbruck (Berg Isel), Wien (Heeresgeschichtliches Museum) oder St.Pölten (Haus der Geschichte).


Freitag, 16. Februar 2018

WOW! Was alles in öffentlichen und staatlichen geförderten Museen möglich ist

Die Presse-Kritikerin schreibt in Anbetungshaltung (hier), die des Standard spricht Klartext (hier), freilich in Seidenpapier verpackt, der Kurier entlockt im Interview dem Direktor diplomatisches Geschwurbel (hier) und redet aber sonst nicht um den heißen Brei herum (hier).

Diese Quellen genüpgen, um sich über die Ausstellung von Kunstwerken ein Bild zu machen, die die Milliardärin Heidi Horten gesammlt hat, wohl besser: sammeln ließ, und die nun das Leopold Museums zeigt. Ich wiederhole nicht, was man in den genannten Texten lesen kann, auch nicht die Einschätzung zwischen "Eklektizistisch", "Daumenkino" (ein Leserbriefschreiber) oder "Großwildjagd".

Nur noch zwei Anmerkungen: einige Rezensenten erwähnen das Mäzenatentum von Frau Horten, die z.B. einen Gratiseintritt an einem Tag ermöglicht, aber nicht, warum ein steuerfinanziertes Museum einer Milliardärin eine Ausstellung ausrichten soll. Tapfer erwähnen alle den Ursprung des Vermögens aus kollaborativer Geschäfttätigkeit in der NS-Zeit, aber niemand die kritiklose Bewunderung der Sublimationsleistung der Sammlerin, in der ein ästhetisierendes Verträglichmachen der Vergangenheit eingeschrieben ist. Als ihre Privatsache wäre das weitgehend egal, daß ein Museum nun diese Sublimierung öffentlich zelebriert und Anerkennung für die "Leidenschaft" der Betuchten einfordert, "verdanken" wir ausgerechnet dem tief in Arisierungspolitik und Restitution verstrickten Leopold Museum. Österreich hat eigentlich schon genug neoliberale Museumspolitik (Albertina, Essl-Teilübernahme...).

Den Löwen reiten


A visitor vanishes


Mittwoch, 14. Februar 2018

Aus für die Erweiterung des Wien Museum?

Matthias Dusini vermutet im FALTER, daß der Zubau zum Wien Museum nun doch nicht kommt. - Was für eine Museums- und Kulturpolitik! Was für ein jahrelanges Zögern, welche Entschlusslosigkeit! So viele Pläne, so viele leere vollmundige Versprechen! Ich habe noch den Bürgermeister mit seinem Satz von der „Volksbildungsstätte völlig neuer Art“ im Ohr. Was für ein Kleinmut! - Wien hat ein Museum mit einer jahrzehntealten Dauerausstellung, die in keiner Weise den Wandel der Stadt während der letzten Jahrzehnte wiederspiegelt, aber es fehlte der Stadt aber auch dem Museum selbst der Mut, eine grundlegende und überfällige Erneuerung einzuleiten.
Andrerseits: Diese Erneuerung hängt nicht an einem Zubau. Architektur und Raumressourcen sind keine Ausrede für den Zustand des Museums. Ein neues Konzept steht und fällt nicht mit zusätzlichem Raum. Mit kleinlichem Festhalten an einem Schaumuseum alter Art ist nichts erreicht, nur mit der Entwicklung frischer, von aktuellen museologischen Debatten inspirierter, Ideen. Man wird sehen, ob das Museum und seine Leitung so etwas hinbekommen oder das mögliche Aus für den Erweiterungsbau als Generalausrede für den weiteren Dämmerschlaf nutzen.

Samstag, 27. Januar 2018

Das beste Museum Österreichs kommt nach Graz

Das beste Museum Österreichs, das Jüdische Museum Hohenems, *) kommt nach Graz, mit einer seiner erfolgreichsten Ausstellungen, Jukebox! Jewkbox! Also, bestes Museum, tolle Ausstellung. Soll ich jetzt noch extra eine Empfehlung abgeben?! Und wo kann man die Ausstellung sehen? Im GrazMuseum, also im Stadtmuseum (das übrigens auch unter den toop ten meiner fast ewigen Bestenliste ist). 

Eröffnung ist am Mittwoch den 7.2. Um 18 Uhr

Und hier der Infotext zur Ausstellung (von der Webseite des GrazMuseums):

1887 revolutionierte der deutsch-jüdische Emigrant Emil Berliner von den USA aus die Populärkultur. Mit seiner Erfindung des Grammophons und der Schallplatte begann das Zeitalter der globalen Massenunterhaltung. 100 Jahre lang waren Schellack und Vinyl die Tonträger der großen Emotionen, der Utopien und Katastrophen, der Illusionen und Hoffnungen des 20. Jahrhunderts. Sie sind zugleich ein Produkt jüdischer Musikschaffender und ein Spiegel jüdischer Geschichte. Jukebox. Jewkbox! ist eine Reise durch die Welt der Musik, die manches Leben verändert hat.


*) Das beste Museum Österreichs ist es, seit ich es vor etwa 10 Tagen in meinem Ranking der 10 besten und der 10 schlechtesten Museen gemacht habe. Hier gehts zum Ranking, und zur Begründung: http://museologien.blogspot.co.at/2018/01/die-zehn-besten-museen-osterreichs-die.html http://museologien.blogspot.co.at/2018/01/die-zehn-besten-museen-osterreichs-die.html

Freitag, 26. Januar 2018

Museum & Politik. Eine goldene Toilette für Trump

Das Weiße Haus um Donald Trump hätte seine vier Wände gerne mit Van Goghs Landschaften geschmückt, doch angeboten bekommet es vom Newyorker Guggenheim Museum stattdessen eine goldene Toilette des Künstlers Maurizio Cattelan, betitelt mit "America".
In einer Email an die Washington Post schrieb die Trump-kritische Kuratorin Nancy Spector:
"Der Künstler ist bereit für eine langfristige Leihgabe seines Werkes an das Weiße Haus" so Spector, "es handle sich um ein wertvolles und fragiles Werk, aber wir würden eine Gebrauchsanweisung für Anschluss und Pflege mitliefern."

Mittwoch, 24. Januar 2018

Geschichtsschreibung auf Niederösterreichisch. Das "Haus der Geschichte" in St. Pölten

Vor einer Woche erschien im FALTER  (Nr.3/18 vom 17.3.2018)mein Text zum "Haus der Geschichte" in St. Pölten, unter dem Titel "Gulasch ohne Saft" - ein Zitat eines niederösterreichischen Landeshauptmannes aus der Ausstellung. Ich stelle den Text nun hier, ergänzt um einige Bilder, online.


Als kürzlich Franz Fischler in einem Zeitungsartikel für ein Ernstnehmen des Wiener Hauses der Geschichte Österreich argumentierte und dessen Emanzipation aus einem fragilen Provisorium forderte, erwähnte er mit keinem Wort das bereits existierende Museum in St. Pölten.
Dabei beansprucht dieses, die Geschichte Niederösterreichs eingebettet in die Österreichs und Zentraleuropas darzustellen, während man sich Wien erst einmal mit einer Ausstellung von der Republikgründung 1918 bis zur Gegenwart begnügen muss. In St.Pölten kokettiert man mit dem Adjektiv „erstes Geschichtsmuseum Österreichs“.
Ein erster, sehr ausführlicher Besuch zeigt, dass der Anspruch auf Repräsentation der Geschichte des ganzen Landes schon auf Grund der auf Niederösterreich zugeschnittenen Sammlung nicht eingelöst wird. Die Ausstellung bleibt am Anfang sehr kursorisch und wird in viele Themen aufgesplittert, die als einzelne durchaus interessant gewählt sein können, aber es dem Besucher erschweren, Strukturen herauszulesen. Erst mit der Aufklärung setzt eine Verdichtung ein, die im Abschnitt zum eher knapp abgehandelten Ersten und breit dargestellten Zweiten Weltkrieg zu einer überproportional breiten Darstellung wird.


Überaus befremdlich ist dort das Motto „Gleichschritt“, das nicht als Kennzeichnung einer militärischen Marschordnung dient, sondern als Gleichsetzung des NS-Terrorsystems mit dem der stalinistischen Sowjetunion benutzt wird. Mehrere Texte behaupten diese Identität und eine riesige Grafik an der Wand versammelt in ein- und demselben Rot markiert alle nur erdenklichen Lager. Die Botschaft ist klar: es gab nur einen Terror.
Was in den Wissenschaften verantwortungsbewusst und differenziert diskutiert wird, tritt hier als Tatsache auf. Es bleibt überdies unklar, was diese fragwürdige Gleichsetzung zur Erhellung der (Nieder)Österreichischen Geschichte beiträgt? Oder geht es nur um die Relativierung des Nationalsozialismus?

Mit dem Weltkrieg und einem kurzen Exkurs zu unmittelbaren Nachkriegszeit bricht die Ausstellung überraschend ab, um in einen ganz anderen Modus zu wechseln. Den der unverblümten (partei)politischen Sicht auf die Zeit nach 1955. Auf das Trauma der Weltkriege folgt der Triumph der Moderne, aber in exquisiter niederösterreichischer Tracht. Der in den Landesfarben blau-gelb gehaltene Saal - unter demTitel „Niederösterreich im Wandel“ - würdigt in Wort und Text die Heroen der Österreichischen Volkspartei, so sie aus Niederösterreich kamen. Leopold Figl und Julius Raab gleich in einer Art von Triumphallee doppelt, jeweils in Gemälden und Skulpturen und einander gegenüber platziert, so dass ein Fluchtpunkt mit dem Gemälde der Unterzeichnung des Staatsvertrags gebildet wird. Später werden wir Alois Mock begegnen, in Form  profaner Reliquien (seinem Mantel und dem Hebelschneider vom Durchtrennen des Grenzzauns zu Ungarn). Erwin Pröll überlebensgroß und, als jüngstem Schaustück, noch einmal auf einem Foto mit der jetzigen Landeshauptfrau bei der Machtübergabe. Über allem schweben Politikersätze anderer Landeshauptleute in Leuchtschrift wie: „Ein Land ohne Hauptstadt, ist wie ein Gulasch ohne Saft“ (Siegfried Ludwig).

Die parteipolitische Penetranz, die hier regiert, ist in der Gründung des Museums verankert. Die lange Jahre dauernde Debatte über ein Republikmuseum nützte Erwin Pröll geschickt, um das Projekt nach Niederösterreich zu holen und die “Verantwortung” für Österreichs erstes Geschichtsmuseum an sich zu ziehen. Die parteipolitische Färbung findet sich nicht bloß im erwähnten Abschnitt, sie bildet eine subkutane Struktur des Museums, insofern mit der Erinnerung an die vermeintliche “Bollwerkfunktion” des “Kernlandes” Niederösterreich an ideologische Versatzstücke erinnert werden, die, und das habe ich in einer Diskussion des Ausstellungsteams an der Uni Graz erfahren, seinerzeit in der Parteileitung der ÖVP entwickelt wurden. Wie auch die nach dem Beitritt Österreichs zur EU modernisierte Selbstdefinition als “Brücke”. „Brücken bauen", so ist denn auch der letzte Ausstellungsteil benannt.


Methodisch begehen die Ausstellungsmacher ausgetretene Pfade. Träger der Informationen sind überwiegend die Texte, Objekte erscheinen illustrativ, wie Alibis, aber werden ihrem ästhetischen Eigensinn kaum genutzt. Da leiht man sich eine zeitgenössische Darstellung der Menschenrechte vom Pariser Musée Carnavalet, aber versteckt sie regelrecht unter anderen Objekten, lässt diesen Gründungstext Europas unübersetzt und macht auch sonst nirgendwo klar, welche epochale Zäsur das Zeitalter der Aufklärung bedeutet.
Ausstellungen sollten Deutungsangebote sein, bei denen die Autorschaft und der Standpunkt der Autoren ausgewiesen ist. Nichts davon findet man hier, eine Anonymisierung der Sprecherposition - „was will das Haus der Geschichte?“ (Abschnitt 01) - das fragt uns eigentlich wer? Eine verdinglichte Sprache riegelt die Informationen und Aussagen weitgehend gegen Interpretation durch den Besucher ab. Vieles wird als abgeschlossene Tatsache, also als Sachwissen vermittelt, wo eigentlich Reflexionswissen gefragt wäre. Methodisch ist das folgenreich, denn diese positivistische Informativität über eine wie abgeschlossen erzählte Vergangenheit hindert den Besucher daran, Verknüpfungen zur Gegenwart zu finden. So stammt das jüngste Objekt zu „Überwachung“ aus den 30er-Jahren. Der naheliegende Anschluss mit der brisanten Gegenwartsentwicklung wird erst gar nicht versucht.

Dazu kommt, dass die Konzentration auf Niederösterreich in der Darstellung der Zweiten Republik, ein weiteres Hindernis ist, die vorhergehenden zeitlichen Etappen der mit der Gegenwart zu verknüpfen. Und so über die Erfahrung von Zeitdifferenz Orientierungs- und Reflexionswissen zu gewinnen. Erst das machte Probleme der Gegenwart - Sozialabbau, Gefährdung demokratischer Errungenschaften, Rechtsradikalismus und Rassismus, Fremdenfeindlichkeit u.a.m. verständlicher.
Denn wie könnte ein österreichisches Museum, ein “Nationalmuseum” gar?, uns denn anders gelegen kommen, wenn nicht als ein entschieden diskursiver, demokratischer, Gegenwart aufklärender Ort, an dem wir begreifen dass und wie Vergangenheit jetzt wirkt und wie wir vernünftig gesellschaftlich handeln können und wollen.

Das verweigert uns das Museum und auch die Antwort auf die Frage, warum immer alles so gekommen ist, wie es keiner wollte. Wozu braucht also wer dieses Museum?


Eintrittskarte mit Jakobinermütze (Entrée 139)

Museum Nationalen d'  Histoire Naturelle Paris